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Die Hanoversche Allgemeine Zeitung (Deister-Anzeiger
vom 18. Januar 2005, S. 3) berichtet über die neuen berufsbegleitenden
Studienangebote auf Fernunterricht-Basis:
Springe wird in einem Atemzug mit Berlin und München
genannt - zumindest, wenn das Gespräch auf das Thema Fernstudium
kommt. Das BZE am Deister wendet dafür neue Lehr- und Lernmethoden
an.
Erfolgreiche Zusammenarbeit über das Gebiet zwischen Deister und
Donau hinweg: Das Bildungszentrum des Einzelhandels (BZE) Niedersachsen
in Springe bietet mit der Fernfachhochschule Riedlingen ein berufsbegleitendes
Studium zum Diplom-Betriebswirt in der Fachrichtung Handel an. Springe
ist damit eines von acht Studienzentren in Deutschland. Die Modehäuser
Peek & Cloppenburg und Anson's gehören zu den Firmen, die das
neue, sieben Semester lange Angebot nutzen. Die Ausbildung zum Kaufmann
im Einzelhandel ist bereits integriert.
Das Studium begann im September. Am vergangenen Wochenende legten die
acht Teilnehmer, die alle das Abitur haben, die ersten Prüfungen
in Springe ab. "Neue Lehr- und Lernmethoden werden angewandt, handelt
es sich doch um eine Kombination aus angeleitetem Selbststudium, Vorlesungen
in kleinen Gruppen und Informationsaustausch im Internet", erläutert
Thekla Krammer. Sie ist Leiterin der Technologie-Transferstelle des BZE,
einer Schnittstelle zwischen Studierenden und Dozenten. Dreimal pro Semester
kommen die Studierenden nach Springe, danach teilen sie sich die Zeit
zum Lernen wieder selbst ein. Vorteil für die Unternehmen: Die Ausfallzeit
im Betrieb ist nur gering. Und was sagen die Studierenden dazu? "Mehr
berufliche Chancen, neues Wissen und eine gesteigerte Belastbarkeitsgrenze
- das ist meine Motivation", meint Marcel Peters von Anson's. Derweil
haben die Teilnehmer der ersten Fernkursgruppe zum Handelsfachwirt am
BZE nach 18 Monaten ihre mündliche Prüfung vor der Industrie-
und Handelskammer Hannover bestanden. Daran teilgenommen haben Kaufleute
mit Berufserfahrung, die sich neben ihrem Job auf Aufgaben wie die Abteilungs-
oder Filialleitung vorbereiten wollten. Insgesamt laufen derzeit neun
Fernkursgruppen beim BZE. "Mehr als 90 Prozent der Teilnehmer tragen
die Kosten aus eigener Tasche", sagt Krammer. "Sie lernen in
der Firma, nach Feierabend oder am Wochenende und werden für die
Präsenzzeit am Deister, die etwa 15 Prozent ausmacht, freigestellt
oder erhalten Bildungsurlaub."
Das BZE blickt bereits auf das Jahr 2010. Spätestens dann sollen
an Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien in Deutschland
nur noch die Abschlüsse Bachelor (sechs Semester Studium) und Master
(das Studium danach) vergeben werden. Die Umstellung im BZE erfolgt Krammer
zufolge spätestens zum Wintersemester 2006/07.
Ansprechpartnerin: Thekla Krammer
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