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Die Hanoversche Allgemeine Zeitung (Deister-Anzeiger vom 25. März 2006, S. 1 und 3) berichtet über die Expansion des Bildungszentrums in Springe:

Für An- und Umbauten des Gebäudes an der Oppelner Straße sind 700 000 Euro eingeplant.
Der Handel ist perfekt: Das Bildungszentrum des Einzelhandels (BZE) ist vom 1. April an Besitzer des Nobis-Hotels. Das Gebäude soll für 700 000 Euro erweitert und umgebaut werden.
Die beiden Häuser des Bildungszentrums des Einzelhandels in Springe reichen für die vielen Schüler nicht mehr aus. Deshalb hat BZE-Direktor Klaus W. Treichel das insolvente Springer Nobis-Hotel an der Oppelner Straße gekauft. "Wir sind zum 1. April Eigentümer", teilte Treichel gestern mit. Den Kaufpreis nannte der Chef des BZE nicht. Die anstehenden Umbauarbeiten werden 700 000 Euro verschlingen, sagte er. Das neue Schulungshaus, das als Haus III bezeichnet wird, soll Platz für 104 Schüler bieten. Außerdem werden auf dem 6300 Quadratmeter großen Grundstück zwei Hörsäle mit einer Fläche von bis zu 250 Quadratmetern angebaut. Insgesamt stehen dann drei Seminarräume zur Verfügung. Auch Umbauarbeiten sind geplant: Der Frühstücksraum des Hotels wird um die ehemalige Küche und die Bar erweitert, damit 100 Menschen dort Platz finden. "Das Essen kommt frisch aus der Gemeinschaftsküche des BZE-Hauses I", sagte Treichel. Er sei dabei, die Bauanträge für das Vorhaben zu stellen. Bis zum 1. September dieses Jahres, wenn rund 200 angehende Handelsassistenten ihre Fortbildung beginnen, muss alles fertig sein. Bestehende Arbeitsverträge der Nobis-Hotel Mitarbeiter will Treichel nicht übernehmen. Das BZE sei kein Hotelbetrieb. "Wenn aber alles richtig läuft, muss ich Personal einstellen", sagte Treichel. Es sollen acht bis zehn zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.

Bildungszentrum expandiert weiter
Fortsetzung von Seite 1: Großkunden schulen zunehmend in Springe
Zu Prüfungszeiten benötigte das Bildungszentrum des Einzelhandels (BZE) in Springe bis zu 550 Betten. Da die beiden BZE-Häuser nur 284 Menschen beherbergen können, mussten zusätzlich Hotels und Pensionen im Stadtgebiet angemietet werden. Das entfällt mit dem Ankauf des neuen Gebäudes künftig. Sie hätten im November vergangenen Jahres nicht nur alle Hotels in Springe belegt, Prüflinge seien auch in Bad Münder und Barsinghausen untergebracht worden, sagte BZE-Direktor Klaus W. Treichel. Die IHK in Magdeburg kam den Springern zu Hilfe, so dass drei Gruppen aus Niedersachsen in Sachsen-Anhalt geprüft wurden. "Der mittlere Führungsnachwuchs im Einzelhandel kommt aus Springe", sagte Treichel. Die Tendenz sei steigend: "Wir sind in einer expansiven Phase". Obwohl viele Bildungsanbieter aufgeben und im Handel derzeit keine Konjunktur herrsche, habe das Springer BZE Großkunden gewinnen können, die sich im Aufwind befänden. "Wir bekommen nichts mit von der Flaute im Einzelhandel, denn mittelständische Betriebe schickten ohnehin wenige Leute", erläuterte der Bildungschef. Die Ausbildungsgänge im BZE sind teuer, was der Direktor mit "sie seien eine gute, aber nicht billige Bildungsstätte" umschreibt. Als veritable Kunden anfragten, ob nicht am BZE "Drei-Sterne-Wohnen" abgespeckt werden könne, richtete Treichel 50 Wohnheimplätze in Neubrandenburg ein, so dass dort zum 1. August 100 Plätze vorhanden sind. Aber an den Referenten werde nicht gespart, versicherte der Direktor. Im vergangenen Jahr seien allein 1000 Leute zu Handelsassistenten und -fachwirten in Springe, Neubrandenburg und Sachsen-Anhalt ausgebildet worden, die von Springe aus gemanagt wurden, gab Treichel bekannt. "Wer aus der Berufsbildung kommt, kann sich solche Zahlen nicht vorstellen." Auch in Österreich werden am Bundesinstitut vom BZE Handelsassistenten und -fachwirte ausgebildet. Im Jahr 2007/2008 soll zudem ein BZE in Linz eröffnet werden.

Ansprechpartner: Klaus W. Treichel

 

 
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