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Die Neue Deister-Zeitung vom 27.05.2006 berichtet über den Besuch des Wissenschaftsministers Lutz Strathmann im BZE Springe:

Lutz Stratmann leitet Reform ein: Jetzt können auch Nicht-Abiturienten in Springe studieren

Auf Initiative des niedersächsischen Einzelhandelsbildungszentrums (BZE) in Springe ist das baden-württembergische Hochschulzugangsrecht gelockert worden. Maßgeblichen Anteil an der Änderung hatte Niedersachsens Wissenschaftsminister Lutz Stratmann. Er überzeugte sich jetzt im BZE davon, dass "diese Entscheidung genau richtig war".
Das BZE in der Deisterstadt ist das größte deutsche Einzelhandelsbildungszentrum. Der Standort werde künftig noch attraktiver sein, meinte Stratmann nach seinem Rundgang durch die Räume.
Stratmann kam ohne Gefolge und großes Aufsehen nach Springe. Er hatte weder einen persönlichen Referenten noch einen Pressesprecher bei sich. Familiär plauderten BZE-Direktor Klaus Treichel, die CDU-Landtagsabgeordnete Gabriela Kohlenberg (Völksen) und der Präsident des Niedersächsischen Einzelhandelsverbandes, Karl Harms, eine Stunde in Treichels Büro. Dann nutzte Stratmann die Gelegenheit, sich mit Mitarbeitern und Schülern zu unterhalten. Das BZE und die private Fachhochschule Riedlingen (Baden-Württemberg) kooperieren seit mehreren Jahren. Der Vorteil der Zusammenarbeit: Handelsassistenten und Handelsfachwirte haben die Möglichkeit, in Springe Betriebswirtschaft zu studieren. Allerdings war der Aufstieg - laut baden-württembergischem Recht - bislang nur Abiturienten vorbehalten. Stratmann setzte sich jetzt für die Reform im anderen Bundesland ein. Mit Erfolg.
Das BZE hat in den vergangenen fünf Jahren rund 7000 Handelsassistenten und -fachwirte ausgebildet. "Sie alle sind Aspiranten für den akademischen Weg", weiß Treichel. Fast jeder dritte Schüler habe jedoch kein Abitur. Die Chance, auf der Karriereleiter weiter nach oben klettern zu können, blieb daher verwehrt.
Und das, so Treichel, obwohl der Einzelhandel auf der Suche nach akademischen Führungskräften sei. "Dieser Bereich ist unterbesetzt." Vor allem in großen Firmen seien hochqualifizierte Mitarbeiter unerlässlich.

Ansprechpartner: KLaus W. Treichel

 

 
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