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Die Hannoversche Allgemeine Zeitung vom
05.08.2006 berichtet über die Eröffnung des BZE - Haus III in
Springe:
BZE eröffnet drittes Unterrichtsgebäude
in Springe / 700 000 Euro in den Umbau investiert.
72 Stunden vor der Eröffnung ist es im Hörsaal noch immer zappenduster.
"Der Elektriker kommt erst am Wochenende", blickt Klaus W. Treichel
hoffnungsvoll an die Decke. Den Boden meidet er: Wo eigentlich längst
neue Tische stehen sollten, sind provisorische Arbeitsplätze errichtet.
Dennoch: Montag ziehen im ehemaligen Nobis-Hotel - dem BZE-Haus III -
die ersten Schüler ein.
Im ehemaligen Nobis-Hotel erhalten ab jetzt künftige Handelsassistenten
und Handelsfachwirte ihr Rüstzeug. BZE-Chef Klaus W. Treichel erwartet
allein in diesem Ausbildungsgang mehr als 1000 Schüler im Jahr. Die
Führungskräfte von morgen schlafen in Doppelzimmern.
"Diese Zwischenlösungen sind ein Wermutstropfen", sagt
der Leiter des Bildungszentrums des Einzelhandels Niedersachsen (BZE).
Doch mit 60 Jahren bringt ihn nichts mehr aus der Ruhe. Auch nicht das
Dutzend Handwerker im Hindergrund. "Das ist bei uns wie auf der Messe:
Es wird erst in der Nacht vor der Eröffnung fertig."
Im April hat Treichel das damalige Nobis-Hotel gekauft. Zum Preis schweigt
er beharrlich.Öffentlich verkündet er nur: Sein Unternehmen
investiert in diesem Jahr 1 Million Euro für Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen
an den drei Springer Häusern. 700 000 Euro davon entfallen auf das
neue "BZE III". Treichel kleckert eben nicht, er klotzt.
"Wir sind nach wie vor in Deutschland die Nummer Eins im Einzelhandel",
erklärt er. Ein Beispiel: Allein für die Ausbildungsgänge
"Handelsassistent" und "Handelsfachwirt" sind derzeit
mehr als 1000 Personen angemeldet. "In dem Bereich haben wir in den
letzten Jahren ständig zweistellige Wachstumsraten verzeichnet",
so Treichel. Die Begründung liefert er gleich mit: Erstens habe sich
in der Branche herumgesprochen, dass die Ausbildung in Springe zwar teurer,
dafür aber um so besser sei. Zweitens säßen mittlerweile
diejenigen auf den Chefsesseln, die vor 25 Jahren am Deister geschult
worden sind. "Die schicken ihre Leute natürlich wieder hierher."
Das BZE verfügt jetzt über 224 Betten im Stammhaus (Kurzer Ging),
60 Betten im "Haus II" (J.-H.-Schröder-Straße, eröffnet
im Jahr 2000) und 104 Betten im ehemaligen Nobis-Hotel. Weil das für
bis zu 500 Schüler auf einen Schlag noch immer nicht ausreicht, kooperiert
das BZE mit der Heimvolkshochschule, dem NKF-Hotel und dem Lutherheim.
Betreut werden die Teilnehmer von 300 Dozenten und 60 festangestellten
Mitarbeitern.
Der Unterricht kann gar nicht gut genug sein, findet Treichel. Auf Schnickschnack
wie einen Partykeller verzichtet er dagegen, auch am neuen Standort. "Die
Leute sollen hier arbeiten und gute Erfolge haben", lautet sein Credo.
Wer das Gelernte sacken lassen wolle, "kann ja Laufschuhe mitbringen.
Schließlich ist die Gegend hier sehr schön".
Ansprechpartner: KLaus W. Treichel
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