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Die HAZ (Deister-Anzeiger vom 07.02.2007, S. 3) berichtet über die große Nachfrage nach den modernisierten Fortbildungen Handelsassistent und Handelsfachwirt:

Nach mehr als 20 Jahren wurden die veralteten Profile der Fortbildungsberufe Handelsassistent und Handelsfachwirt modernisiert und den heutigen Anforderungen angepasst. Das Bildungszentrum des Einzelhandels (BZE) in Springe war daran maßgeblich beteiligt. Springe.
Das Wissen aus Springe ist gefragt: "Wir wurden direkt eingeschaltet und nach Berlin und Bonn zu den Sitzungen eingeladen", sagte Norbert Hitter, stellvertretender BZE-Direktor, gestern. Er hat an der neuen Prüfungsverordnung für den Beruf Handelsassistent mitgewirkt. Thekla Krammer, Bereichsleiterin Fernstudium und internetgestütztes Lernen im BZE, war am neuen Profil für den Handelsfachwirt beteiligt. Federführend waren der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels in Berlin und das Bundesinstitut für Berufsbildung in Bonn.

Die Fortbildungen befinden sich auf gleicher Qualifikationsebene, sind jetzt aber fachlich stärker voneinander getrennt. Beide Berufe haben nebeneinander dieselbe Berechtigung. Handelsfachwirte arbeiten als Angestellte oder leiten selbstständig ein Unternehmen. Sie arbeiten im Einzel-, Groß- oder Außenhandel. Zu ihren vorrangigen Aufgaben gehören Planung, Durchführung, Finanzierung und Kontrolle des Unternehmens. Dabei nutzen sie betriebs- und personalwirtschaftliche Steuerungsinstrumente.
Handelsassistenten sind Führungskräfte in Geschäften und Vertrieben. Als Abteilungs- oder Filialleiter, Teamleiter oder Storemanager sind sie im Einzelhandel für das Marketing, die Personalführung und die Kundenbindung zuständig.
Wer die Hochschulreife erreicht hat, aber kein Studium anstrebt, kann über einen Betrieb im BZE ausgebildet werden. Der Abschluss wird nach drei Jahren erreicht, ausgebildete Kaufleute mit Berufserfahrung brauchen nur eineinhalb Jahre. Die Stundenempfehlung für beide Qualifikationen wurden erhöht.
Das BZE Springe verzeichnet eine extrem große Nachfrage: "Auch das dritte Haus reicht in Spitzenzeiten, vor allem von August bis November, nicht aus", sagte Hitter. "Dann haben wir doppelt so viele Teilnehmer als Betten und suchen Zusatzquartiere", ergänzte Krammer. Diese sind das Lutherheim, die Kältefachschule und die Heimvolkshochschule. Zudem werden die Schüler in Hotels in Völksen, Eldagsen, Bad Münder und Barsinghausen untergebracht.
"Wir weichen auch auf unsere BZE-Töchter in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern aus", sagte Hitter. Sogar das österreichische Bundesinstitut für Erwachsenenbildung am Wolfgangsee werde angemietet.
Die Entwicklung hält nach Auskunft Hitters weiter an: Volle Häuser seien für die nächsten drei Jahre garantiert und für die nächsten fünf Jahre absehbar, betonte der stellvertretende Direktor.


Ansprechpartner: Thekla Krammer, Norbert Hitter

 

 
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