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Die Lebensmittel Praxis (Ausgabe 24/2006,
S. 77) berichtet über die Karriereperspektiven von Handelsassistenten:
Wer Karriere machen möchte, sollte die Fortbildung
zum Handelsassistenten kennen. Absolventen arbeiten häufig als Substitute
und Abteilungsleiter, mit Schwerpunkt Vertrieb. Die Fortbildung zum Handelsassistenten
(zur Handelsassistentin) ist modernisiert worden. Die Prüfungsregeln
für den "HAssi", wie es umgangssprachlich oft heißt,
sind bereits zum August dieses Jahres in Kraft getreten. Allerdings gibt
es großzügige Übergangsregelungen für diejenigen,
die sich jetzt schon auf die Prüfung vorbereiten.
Grundsätzlich kann man die Weiterbildung auf eine Ebene mit dem "Handelsfachwirt"
stellen. Die wichtigsten Unterschiede: Der Handelsfachwirt bezieht neben
dem Einzelhandel auch den Groß- und Außenhandel mit ein, der
Handelsassistent konzentriert sich auf den Einzelhandel. Da viele Lebensmittelhandelsbetriebe
Groß- und Einzelhandel umfassen, ist der Handelsassistent hier noch
weniger stark verbreitet. Eine Ausnahme macht Real, wie Hannelie Bohnes,
Abteilungsleiterin Personalentwicklung Real SB-Warenhaus GmbH, bestätigt.
Die Metro-Tochter setzt schon seit Jahren auf die Qualifizierung zum Handelsassistenten
und hat inhaltlich auch bei der Neuordnung mitgewirkt.
Angehende Hassis werden so qualifiziert, dass sie Führungsaufgaben
vor allem im Vertrieb wahrnehmen können. "Der Schwerpunkt liegt
auf Themen, die sich um Ware, Personal und den Kunden drehen", erläutert
Norbert Hitter die Inhalte. Er bildet als stellvertretender Direktor des
BZE Bildungszentrums des Einzelhandels Niedersachsen, Springe, junge Menschen
in beiden Fortbildungsgängen aus (www.bze-springe.de).
Mehr Inhalte, mehr Stunden
Hitter zeigt sich mit der Neuordnung zufrieden: "Der neue Handelsassistent
vermittelt das, was im Vertrieb gebraucht wird. "Die Rahmenpläne
für den Unterricht werden derzeit überarbeitet und aufgestockt.
Während früher mindestens 390 Stunden auf dem Papier standen,
sieht die Neuordnung künftig 520 Stunden vor - wieder eine Parallele
zum Handelsfachwirt.
Besonders wichtig ist, dass auch künftig das sogenannte Abiturienten-Modell
möglich ist. In insgesamt zweieinhalb bis drei Jahren können
Abiturienten eine verkürzte Ausbildung zum KiE (Kaufmann/-frau im
Einzelhandel) und ihre einjährige Berufspraxis erwerben, die Voraussetzung
für die Prüfung ist. Im dritten Jahr findet u.a. der Unterricht
statt. Die Seminare laufen berufsbegleitend entweder im Block oder jede
Woche an festen Tagen. Rund zwei Drittel aller Hassis werden vom BZE Springe
bzw. den beiden angegliederten Einrichtungen in Neu Königsaue und
Dresden geschult.
Hier einige wichtige Ausbildungsinhalte, die in die Prüfung eingehen,
im Überblick:
- Vertriebsmanagement
- Kundenorientierung
- Marketing im Einzelhandel
- visuelles Marketing
- Führung, Organisation, Selbstmanagement
- Personalmanagement
- Volkswirtschaftslehre.
Die Fakten
Der Abschluss zum Geprüften Handelsassistent-Einzelhandel befähigt
zu Führungsaufgaben speziell im Vertrieb.
Abiturienten können die Aus- und Fortbildung kombinieren, Hassi-Prüfung
nach drei Jahren.
Die Fortbildung kann gefördert werden.
Infos unter www.meister-bafoeg.info.
Ansprechpartner: Norbert Hitter
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