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Die HAZ (27. März 2003, Deister-Anzeiger S. 3) berichtet über das Zwischenergebnis einer Einzelhandelsstudie:

Viele Münderaner kaufen eher in anderen Städten ein als vor der eigenen Tür. Das ist das Zwischenergebnis einer Einzelhandelsstudie, an der rund 20 mündersche Geschäftsleute teilnehmen. Die Kaufkraft der Bürger in der Stadt hingegen liegt mit 102,3 Prozent über dem bundesdeutschen Durchschnitt. Vorgestellt wurden die Zahlen beim "Runden Tisch" des Stadtmarketing. Pro Jahr, so schätzen Helge Anke und Klaus Schwarz von der beauftragten Unternehmensberatung BBE Niedersachsen, geben die Münderaner rund 105,1 Millionen Euro aus. So hoch ist das so genannte "Marktpotenzial" der Kurstadt. Ausgegeben werde ein wesentlicher Teil jedoch nicht in Bad Münder, sondern in Barsinghausen und Hameln. "Ein Teil der Abflüsse kommt aus Hasperde und Nienstedt", berichtet Claus-Dieter Hohlweck von der Wirtschaftsvereinigung, die die Studie in Auftrag gegeben hat. Die Bürger dort orientierten sich eben weniger nach Bad Münder als die Menschen in anderen Ortsteilen.
Der Kaufkraftabfluss unterscheidet sich aber auch nach Branchen. So gibt es in der Kurstadt weder ein größeres Möbelgeschäft noch eine größere Auswahl an gehobener Herrenbekleidung, berichtet Hohlweck. Vorgestellt wurden die Ergebnisse beim "Runden Tisch" des Stadtmarketing, der ausnahmsweise beim Bildungszentrum des Einzelhandels (BZE) in Springe tagte. Unter Moderation von GeTour-Geschäftsführer Thomas Heiming diskutierten mehr als 30 Einzelhändler aus Bad Münder über Stärken und Schwächen des Angebots. Zur Sprache kamen auch das Dauerthema Ladenöffnungszeiten und die Präsentation der Waren. Finanziert wird die Studie vom Land: Die beteiligten Händler müssen unter dem Strich nichts dazuzahlen. Bislang beteiligen sich gut 20 Geschäftsleute an der Studie. Sie werden einzeln beraten und die Ergebnisse später zusammengefasst. Wie Hohlweck mitteilt, können noch weitere Händler mitmachen. Informationen gibt es bei der Wirtschaftsvereinigung unter T (0 50 42) 50 92 87.

Ansprechpartner: Dietmar Weissbach

 
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