|
Die Hannoversche Wirtschaftszeitung (Ausgabe
2/04, S. 6) berichtet über den Bereich Fernunterricht im BZE:
Fachliche Qualifikation ist eines der Geheimnisse
des beruflichen Erfolges. Doch was tun, wenn sich reine Fernlehrgänge
als zu wenig praxisnah und von minderer Qualität erweisen oder eine
Unterbrechung der Berufstätigkeit für eine Vollzeitausbildung
nicht in Frage kommt? Das bundesweit bekannte Bildungszentrum des Einzelhandels
Niedersachsen (BZE) in Springe bietet seit September 2003 auf diese brennende
Frage eine kompetente Antwort: die internetbasierte Aufstiegsfortbildung
zum Handelsfachwirt (IHK). Zulassungsvoraussetzungen sind eine abgeschlossene
Ausbildung als Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel und Berufspraxis oder
eine mindestens sechsjährige Berufserfahrung im Handel. Dem zirka
anderthalb Jahre dauernden betriebswirtschaftlichen Bildungsgang liegt
ein ganz neues Konzept zu Grunde. "70 Prozent bestehen aus Selbststudium,
25 Prozent aus Präsenzphasen und fünf Prozent aus dem Lernen
über das Intranet", erläutern Norbert Hitter, stellvertretender
Direktor des BZE, und Studienleiterin Thekla Krammer gegenüber der
HWZ. Insgesamt finden vier Präsenzphasen mit insgesamt 14 Unterrichttagen
zu je acht Stunden im BZE statt. Damit die Teilnehmer beim heimischen
Büffeln (mit Skripten und multimedialen Lerneinheiten) nicht auf
sich allein gestellt sind, sind unter anderem virtuelle Foren, Newsboards,
eine Intranet-Plattform (DLS Distance Learning System) und die von Fachtutoren
besetzte Telefonhotline eingerichtet. Trotzdem noch auftretende Fragen
werden mit Sicherheit beim Austausch mit Studienkollegen und Referenten
innerhalb der Präsenzstunden beantwortet. Schon dadurch hebt sich
die Fortbildung ganz deutlich von vergleichbaren Angeboten ab. Die bewusste
Nähe zur Praxis wirkt sich auch auf die Wissensvermittlung aus. "Alte
Hüte" werden die Teilnehmer im BZE-Studiengang vergebens suchen.
Für Handelsfachwirte relevante Neuerungen werden schnell in den Lehrstoff
integriert - statt erst nach langer Zeit, wie es in manchen Hörsälen
gang und gäbe ist. "Der Handel braucht Mitarbeiter, die in der
Lage sind, Betriebsabläufe in ihrem Gesamtzusammenhang zu erkennen
und zu beurteilen. Der staatlich anerkannte Abschluss Handelsfachwirt/in
(IHK)' ist einer der wichtigsten Fortbildungswege für den Handel
geworden, der die Teilnehmer zur Übernahme von Leitungs- und Führungsaufgaben
der mittleren Ebene befähigt", heißt es dazu in der offiziellen
Lehrgangsbeschreibung des BZE.
Schon jetzt, kurz nach der Einführung, hat der Lehrgang bundesweit
einen guten Ruf. Das liegt zum einen an der Qualität der Ausbildung,
zum anderen an den Teilnehmern, die zu Recht als hoch motivierte Leute
gelten. Letztlich opfern sie 10 bis 15 Stunden in der Woche für ihre
Fortbildung - und sie stammen nicht aus von grauer Theorie überfrachteten
Hörsälen, sondern aus der lebendigen Welt der Praxis.
Auch im BZE wird viel Wert auf die Praxisnähe gelegt. Wenn es beispielsweise
um Marketing und Vertrieb geht, dann wird das in Projekten so vermittelt,
wie in richtigen Firmen.
Wichtig ist, dass die vergleichsweise niedrigen Studiengebühren von
derzeit 2.750 EURO (inklusive Lehrgangsunterlagen, Präsenzunterricht
- ohne Übernachtung und Verpflegung -, Nutzung der Lernplattform
und tutorielle Betreuung) von den Teilnehmern selbst aufgebracht werden
können. Dieser Einführungspreis gilt bis zum Ablauf der Einführungsphase
Ende September 2004. Auf Wunsch werden Teilbeträge eingeräumt.
Förderungsmöglichkeiten liegen in Meister-BaföG, Bildungsurlaub,
Begabtenförderung oder Bildungsgutscheinen vom Arbeitsamt. Und steuerlich
absetzen lässt sich die berufliche Fortbildung allemal.
"Bislang haben fast alle Teilnehmer durchgehalten", verweisen
der Diplom-Betriebswirt Hitter und die Diplom-Kauffrau Krammer stolz auf
eine traumhafte Quote. Der nächste Einstieg ist im März 2004
oder zum Wintersemester Anfang September möglich. Nähere Informationen
können unter der Rufnummer (05041) 788-37 (Ansprechpartner Thekla
Krammer), unter der Adresse BZE Niedersachsen, Kurzer Ging 47, 31832 Springe,
oder im Internet (http://www.bze-springe.de) abgerufen werden.
Das BZE Springe, 1960 von den niedersächsischen Einzelhandelsverbänden
gegründet, ist eines der größten und renommiertesten Aus-
und Fortbildungsinstitute des Einzelhandels und bietet eine reichhaltige
Auswahl an Lehrgängen, Seminaren und weiteren Dienstleistungen.
Ansprechpartnerin: Frau Thekla Krammer
|